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Das Thrakische Jahreshoroskop
Kosmogen-Zeitanalysen
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Glossar

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Unser Planetensystem
als astronomische Grundlagen der Astrologie
Glossar

Wichtige Begriffe für ein besseres Verständnis der Astrologie sind gelb hervorgehoben. Sie beziehen sich meistens auf umstrittene astrologische Themen in der Auseinandersetzung mit Astronomie und (Natur)wissenschaft oder um populäre Irrtümer über Astrologie.


      Analog:
      Archäoastronomie:
      Astrologie: Lehre vom Einfluss der uns umgebenden Himmelskörper auf das Leben auf der Erde. Die Astrologie baut zwar auf astronomischen Tatsachen auf, die daraus abgeleiteten Interpretationen sind aber geisteswissenschaftlichen Charakters und ähnlich wie in der Psychologie nicht objektivierbar. In der Antike und im Mittelalter gab es keinen Unterschied zwischen Astronomie und Astrologie. Erst ab der Neuzeit ist eine extreme Abgrenzung beider Wissensbereiche voneinander entstanden. Sie stehen sich fast feindschaftlich gegenüber. Es gibt sehr unterschiedliche astrologische Methoden und Traditionen. Das ist nicht nur kulturell bedingt sondern auch technisch von der Auswahl der Parameter. Es gibt eine höchst vereinfachte Form durch Reduzierung auf die Geburtssonne im Tierkreiszeichen welche ziemlich sinnlos ist, aber welche die meisten Menschen aus den Medien kennen, und Astrologie auch nur danach beurteilen. Bei komplexerer Anwendung im westlichen Kulturkreis handelt es sich meist um die sogenannte neoklassische Astrologie mit insgesamt 10 Himmelskörpern (die sichtbaren Objekte um Uranus, Neptun und Pluto erweitert). Gegenüber einer früher fatalistischen- handelt es sich heute eine psychologisch orientierte Interpretation. Indische oder chinesische Astrologieformen können von der westlichen Methode ziemlich abweichen.
      Astrologieverbände/ -schulen und -lobbys: Die unterschiedlichen Astrologiemethoden werden durch spezielle Verbände und Lobbys vertreten, die zum Teil auch Kurse organisieren, Prüfungen abhalten und Diplome vergeben. Verbände welche vorgeben alle Astrologieformen zu vertreten machen das um möglicht viele Mitglieder zu bekommen, aber die einzelnen Richtungen sind so unterschiedlich, dass man ihnen in einem Verband nicht gerecht werden kann. Objektive Forschung steht bei den Vereinigungen eher im Hintergrund, was nicht zuletzt auf damit verbundene Kosten zurückzuführen ist. Häufiger fallen dagegen in den Verbänden Geschäftsinteressen und Dogmatik auf, sodass leicht der Eindruck entsteht, dass es sich bei der Astrologie eher um eine Glaubenssache als eine Wissenschaft handle. In England ist es neuerdings auch wieder möglich Astrologie als Zweitstudium auf einer Universität zu lernen (psychologische Astrologie).
      Astronomie: Naturwissenschaftliche Lehre über den mechanischen und physikalischen Charakter der Himmelserscheinungen. Die Astrologie baut auf diesen astronomischen Tatsachen auf, insbesondere auf Berechnungen von Bewegungen innerhalb unseres Planetensystem. Die exakte Berechnung der tatsächlichen heliozentrischen Bewegungen wurde erst durch den deutschen Astronomen Kepler möglich, der einer der letzen war welche Astronomie und Astrologie noch als Einheit ansah. Astronomische Bewegungen zur Berechnung eines Horoskops werden heute kostenlos im Internet angeboten. Wegen eventueller Fehler ist es besser die Ergebnisse mehrerer Anbieter zu vergleichen.
      Aszendent: Der am (östlichen) Horizont aufsteigende Grad des Tierkreises. Dieser Grad liegt innerhalb eines Tierkreiszeichens, woraus astrologisch gewisse menschliche Eigenschaften abgeleitet werden. Die genaue Berechnung des Aszendenten erfordert eine auf ca. 4 Minuten genaue Geburtszeit, da sich dieser Punkt etwa alle 4 Minuten um einen Grad innerhalb des Tierkreises gegen den Uhrzeigersinn weiterbewegt. Prognostisch ist diese Bewegung besonders für die sogenannten Sekundärdirektionen wichtig, da dort 1 Grad etwa einem Jahr entspricht. Zur Abrundung einer guten Prognose ist daher eine genaue Geburtszeit unumgänglich.
      Äquinoktum: Tages- und Nachtgleichen. Tage an denen die Nacht und der Tag gleich lang sind treten 2 mal im Jahr auf am 21. März (Beginn des Tierkreiszeichens Widder/ Frühlingsbeginn) und am 21. September (Beginn des Tierkreiszeichens Waage/ Herbstbeginn). Diese Tage zählen seit der Beobachtung der Sonnenbahn durch den Menschen neben der Sommer- und Wintersonnenwende zu den wichtigsten Eckdaten zur Schaffung von Kalendern, die von der Sonne abgeleitet sind. Frühe Formen dieser Kalender basieren vorallem auf einer Quartalsteilung des Jahres in die 4 Jahreszeiten zu 3 Monaten (altskandinavischer Kalender). Neben dem Sonnenjahr gab es das Mondjahr welches um 11 Tage kürzer als das Sonnenjahr ist. Um beide Zeiteinteilungen zu integrieren wurde nach 3 Jahren ein zusätzlicher Schaltmonat eingeschoben. Diese Jahreseinteilung nannte man in Skandinavien "gebundenes Mondjahr".
      Computer/ Berechnung/ Interpretation: Computer haben heute umständliche und zeitaufwändige Berechnungen in der Astrologie ersetzt. Auch die Deutung wurde unter dem Vorwand der "Objektivität" zu sehr dem Cumputer überantwortet. Cumputern ist aber weder eine ganzheitliche Schau noch eine wertende Zusammenfassung oder Konzentration auf Wesentliches möglich. Mechanische Interpretationen lesen sich daher oft wie eine Anhäufung von Einzelteilen, sind voller Widersprüche und ersetzen nicht selten Sinngebung durch Papiermenge. Lediglich bestimmte Prognosetechniken lassen sich als chronologische Folge von Einflüssen darstellen. Um eine ganzheitlichere Darstellung und den Bezug zur tatsächlichen Person zu ermöglichen sollte man daher zumindest eine komplexere Frage stellen, die ein Astrologe dann auf Grund der Computerinterpretation persönlich anpassen und beantworten kann (Zeitanalyseangebot 1 und 2).
      Ephemeriden/ Gestirnstandstabellen: Tabellen welche den täglichen Planetenstand im Tierkreis angeben. Mit diesen Tabellen wurden früher die Horoskope erstellt und danach mit der Hand gezeichnet. Das war langwierig umständlich und nicht selten schlichen sich Fehler ein. Andererseits erleichterten die so erstellen Berechnungen und Bilder eine komplexe Deutung und blieben lange im Gedächtnis. Gestirnstandtabellen kann man sich heute im Internet kostenlos herunterladen. Sie sind insofern auch heute nützlich, da man die Planetenbewegung für Jahrzehnte vor und zurück verfolgen kann.
      Esoterik:
      Fixsterne:
      Geozentrisch: War die in der Antike und im Mittelalter übliche Vorstellung, dass die Erde im Zentrum unseres Planetensystems steht und Sonne und Planeten sich um sie drehen. Im Gegensatz dazu steht die heutige Erkenntnis der Sonne im Zentrum unseres Planetensystems. Die Astrologie stammt aus der geozentrischen Periode. Allerdings ändert sich durch die heutige, heliozentrische Erkenntnis für sie nichts, da die Konstruktion eines Horoskopes (Geburtsbildes) immer auf die Erde bezogen wird, also gewissermassen "geozentrisch" bleibt (siehe Grafik des Sonnensystems unten). Da es sehr unterschiedliche Astrologieschulen gibt, existiert auch der Versuch einer heliozentrische Astrologie, was etwas widersinnig ist, da wir ja nicht die Einflüsse auf der Sonne untersuchen sodern auf der Erde.
      Gestirne:
      Häuser (astrologische): Eine Teilung des Tierkreises in 12 Abschnitte vom Aszendenten aus beginnend. Es gibt mehrere Systeme, am häufigsten wird das System nach dem Astronomen Placidus verwendet. Die Häuser beziehen sich in der astrologischen Deutung auf bestimmte Bereiche des menschlichen Lebens (Beruf, Familie Arbeit etc.)
      Heliozentrisch: meint dass die Sonne das Zentrum unseres Planetensystems bildet und die Planeten sich in annähernd kreisförmigen Bahnen um sie bewegen. Diese Erkenntnis setzte sich erst im 17. Jhd. durch. Vorher nahm man an dass die Erde im Zentrum stünde und die anderen Himmelskörper einschliesslich der Sonne um sie kreisen würden (geozentrisches Vorstellung). Allerdings entstand die Vorstellung eines heliozentrischen Systems mit der Sonne in der Mitte bereits bei Aristarch im 3. Jhd. v. Chr., und später bei dem indische Astronom und Mathematiker Aryabhata (476–550). Diese Überlegungen wurden dann aber wieder vergessen oder durch Kirchendogmatik auf's heftigste bekämpft.
      Himmelsmitte:
      Jahreszeiten: entstehen durch die Schieflage der Erdachse bei der Rotation um die Sonne.
      Kosmos/ kosmisch/ kosmogen:
      Literatur:
      Menhir: Bezeichnung für einen aufrecht stehenden oft unberbeiteten, säulenartigen Stein aus prähistorischer Zeit, der bis knapp 10 m erreichen konnte. Dass es sich dabei um die symbolische Darstellung eines männlichen Gliedes handelt ist nur vordergründig richtig. Menhire dienten in der Vorzeit als Orientierungszeiger, bzw. Peilhilfen bei der Beobchtung der Sonnenbahn. Wie aus thrakischer Überlieferung bekannt ist, verstand man damals die Sonne als eine die Erde befruchtende Kraft und umgekehrt die Erde als eine die Sonne (wieder) gebärende Muttergöttin. Der tiefste Sonnenstand (Wintersonnenwende) war gleichzeitig der Augenblick des Sonnentodes, der Erdbefruchtung und der Moment wo die Erde die Sonne wieder gebiert, also der Moment der Wiedergeburt. Aus dieser - ja nicht so falschen - Vorstellung vom Wachstum im Laufe eines Jahres auf der Erde wurden verschiedene Kulte und religiöse Riten abgeleitet. Sie waren europaweit, ja wahrscheinlich weltweit verbreitet, wobei die Sonne nicht unbedingt immer eindeutig männlich empfunden wurde, wie z.B. aus dem Deutschen oder Arabischem ersichtlich ist (DIE Sonne).
      Mittsommernacht:
      Monate: Sind eine 12er-Teilung der jählichen Sonnenbahn. Sie wurden aus der Mondbahn abgeleitet, welche meist 12 Vollmonde beinhaltet. Aber auch die ziemlich exakte Rotation des Jupiter in 12 Jahren um die Sonne dürfte dabei eine Rolle gespielt haben.
      Mondkalender/-jahr: Die ersten Zeitorientierungen sind durch den Mond entstanden, da zu- und abnehmender, Neu- und Halbmond sowie Neu- und Vollmond auch für den Laien leicht erkennbar und vorausschaubar sind. Ein daraus abgeleiteter Mondmonat umspannt die Zeit zwischen zwei gleichen Mondphasen (synodischer Mond von 29 Tagen und 12 Stunden). Auf dieser Basis entstanden Mondkalender, bzw. das Mondjahr welches aber um 11 Tage kürzer als das Sonnenjahr ist. In den letzten Jahren wurden Mondkalender wieder sehr populär, da sie für eine biologische Landwirtschaft wertvolle Hinweise zum Pflanzenwachstum geben können. Der Mond ist für die Gezeitenbewegung des Meeres verantwortlich und beeinflusst entsprechend auch das Steigen der Säfte innerhalb der vegetativen Lebensvorgänge, bzw. den Menstruationszyklus der Frau. Astrologisch werden daraus besonders Gefühlsveränderungen abgeleitet, bzw. Ereignisse welche mit Frauen, Haus, Heimat und Familie in Beziehung stehen.
      Planetensystem:
      Planeten (Wandelsterne):
      Prognosen:
      Solarimpuls (Solarhoroskop): Der Solarimpuls wird durch den exakten Sonnentransit auf seiner Geburtsposition berechnet. D.h. die Sonne muss wieder genau auf der gleichen Position wie am Tag der Geburt stehen. Das muss nach dem Kalender nicht immer am Geburtstag stattfinden, es kann auch einen Tag davor oder danach sein. Die dabei entstehenden Transite sind als persönlicher Jahresimpuls zu verstehen. Das ist ähnlich wie beim thrakischen Impuls wo die Sonne wieder genau am Mittag zur Wintersonnenwende auf 0° Steinbock am Himmel steht. Allerdings gilt der Thrakische Impuls für die kollektive Situation eines Jahres, während der Solarimpuls für die persönliche Situation in den folgenden 12 Monaten ab Geburtstag gilt. Diese Impulse markieren sensible Punkte auf dem Tierkreis bzw. dem Horoskop. Werden diese in den nächsten 12 Monaten durch Transite aktiviert entstehen Tendenzen wie sie zur Sonnenwende oder zum Geburtstag angezeigt waren. Solarimpulse benötigen eine besonders exakte Geburtszeit, daher können sie prognostisch meistens nur vorsichtig ergänzend ausgewertet werden. Bevor es mit dem Computer so leicht wurde Transitkalender für ein ganzes Jahr zu erstellen, wurden sie vielfach als alleinige Methode zur Jahresvorausschau verwendet, was zu häufigen Fehlprognosen führte. Solarimpulse werden daher in der Untersuchung "2" nur bei genauer Geburtszeit und nur zur Abrundung des Kommentars verwendet.
      Sommersonnenwende:
      Sonne:
      Sonnenkult/ Sonnengott: Die Verehrung bzw. Vergöttlichung der Sonne als Lebensspender setzte wahrscheinlich schon vor der Zeit der ersten Steinzeitplanetarien ein, war aber soweit es dazu Hinweise gibt besonders in der Bronzezeit verbreitet (Mitteleuropa ca. 2200 bis 800 v. Chr.). Ausgeprägte Sonnenkulte und Sonnengötter sind aus vielen frühen Kulturen überliefert, aus dem Orient, aus dem alten Ägypten und später bei Griechen und Römern, oder aus südamerikanischen (vorkolumbianischen) Kulturen wie den Atzteken und Mayas, wobei zum Teil ziemlich grausame Kulthandlungen üblich waren. Gegenseitige kulturelle Beeinflussungen, Eroberungen und sich ändernde religiöse Vorstellungen führten dazu, dass gewisse Mythen und Symbole immer wieder neu verwendet und interpretiert wurden. So gehen auch im Christentum die Geburt von Jesus durch eine Jungfrau und der Auferstehungsmythos, die 12 Apostel, die 4 Evangelisten oder die Heiligenscheine (Sonnenscheibe), auf naturreligiöse Vorstellungen - bes. im Zusammenhang mit der Sonne - zurück. Häufig kam es vor, dass sich Könige als Sonnensohn inthronierten, bzw. sich dann selbst statt der Sonne verehren liessen. Die Thraker hatten einen ausgeprägten Sonnenkult mit kalendarisch festgelegten Riten (siehe Geburtshöhle bei PADARTSI/ Kardschali). Diese Tradition wirkte in Bulgarien bis in die Gegenwart hinein. Z.B. gründete der Esoteriker Petar Danov (1864-1944) in Warna 1900 "Die Universelle Weiße Bruderschaft" die sein Schüler Omraam Mikhael Aïvanhov (1900-1986) mit der Sonne als Christusgeist im Mittelpunkt lehrte. Durch die Sonne bzw. durch die „Arbeit“ mit der aufgehenden Sonne (Sonnen-Yoga/ Surya-Yoga) könne man sich am besten dem göttlichen Lichte nähern.
      Statistik: Wissenschaftliche Beweise leiten sich gerne von Statistiken ab - mit denen man bekanntlich alles mögliche beweisen kann. Immer wieder tauchen auch Statistiken auf welche nachweisen, dass die Tierkreiszeichenastrologie Unsinn ist, dass keine Beziehung zwischen Tierkreiszeichen und Charakter besteht. Das wissen auch vernünftige Astrologen, weil es sich dabei um eine so vereinfachte Form der Astrologie handelt mit der man praktisch kaum was anfangen kann, höchstens als Abrundung genauen astrologischen Untersuchungen - oder als Füllmaterial für die Boulevardpresse. So verwunderlich das scheint: Statistik lässt sich in der Alostrologie noch am ehesten bei Prognosen anwenden, da es sich hier um relativ kurzfristige Einzeleinflüsse handelt (siehe Zeitanalysenangebot/ Transite).
      Sternbilder:
      Tierkreis/ -Zeichen:
      Thrakisches Jahreshoroskop (Thrakischer Impuls): wird auf den genauen Zeitpunkt der Wintersonnenwende und mit gleich grossen astrologischen Häusern berechnet. Es gilt für die gesamte nördliche Halbkugel und behandelt länderübergreifende Grundtendenzen, die sich je nach tatsächlicher sozialer und politischer Situation der einzelnen Länder anders ausformen werden. Geringfügige astrologische Unterschiede ergäben sich lediglich bei Anwendung placidianischer Häuser für den hohen Norden Europas (grosses 12. Haus).
Technisch besteht das Thrakische Jahreshoroskop aus einem Geburtsbild (Geburt des neuen Jahres) am WAHREN MITTAG (=Ortszeit) am Tag der exakten WINTERSONNENWENDE. Es handelt sich um diese Zeit dann gleichzeitig um den tiefsten und höchsten Sonnenstand (höchster Sonnenstand des Tages und tiefster des Jahres). Im Unterschied zu den Zeitanalysen handelt es sich um einen besonderen Transitmoment und nicht um die chronologische Transitentwicklung in den nun folgenden 12 Monaten. Der Charakter dieses das Jahr einleitenden Impulses gibt bereits ein zusammenfassend-vorausgreifendes Bild über die nun einsetzende weitere Entwicklung in den 12 Monaten. Es gibt aber auch andere Techniken welche andere Impulse für Zukunftsilder verwenden. Besonders gebräuchlich ist z.B. die Wiederholung des exakten Geurtsmomentes (Solarhoroskop). Die Chinesen verwendeten z.B. den ersten Neumond nach der Winter-sonnenwende als Jahresbeginn und Jahresimpuls. Auch Eklipsen werden dazu verwendet.ein zukünftiges Zeitbild zu erhalten (Wiedergeburt der Sonne nach ihrem totalen Verschwinden)..

Zeitanalysen mit ihrer chronologischen Darstellung der Transite sind erst heute durch den Computer so einfach zu erstellen. Früher leitete man dagegen aus einem wichtigen Moment während des Jahres (z.B. Impuls der Wintersonnewende) den Charakter des nun folgenden Jahres ab. Zusätzlich ergibt sich auf der nördlichen Hemisphäre ziemlich unabhängig vom Ort der gleiche Initialmpuls für die ganze nördliche Hemisphäre. Sehr wahrscheinlich wurde die Wintersonnenwende in der Steinzeit auch europaweit prognostisch ausgewertet. So passt diese Methode aktuell sehr gut in unsere globalisierte und vernetzte Welt.

Die Thrakische Methode hat die Besonderheit, dass man mit ihr die Sonne immer auf ca. 0° Steinbock erhält und auch die gleichen Hauptachsen (Jahresaszendenten auf 0° Widder, und Himmelsmitte/ MC auf 0° Steinbock). Das entspricht astrologisch einer Art Synchronisation, einer Situation als hätte man das Zeitbild (die astrologische Uhr) wieder auf ihre Ausgangsbasis (0°) zurückgestellt. Das bedeutet auch, dass diese jedes Jahr gleichbleibenden Positionen auch bei jedem Vergleich mit einem Geburtsbild dort an die selben Stellen fallen. Dadurch wird eine gleichbleibende kollektive Orientierung im Geburtsbild markiert.

      Weltzeitalter:
      Wissenschaft/ Naturwissenschaftlich: Astrologie wird bisher (natur)wissenschaftlich nicht anerkannt. Das liegt in einer ziemlich gegensätzlichen Orientierungen beider Wissensbereiche. Die Unverträglichkeit beider beruht wohl auch auf der besonderen gemeinsamen Vergangenheit als Astronomie, Astrologie und sogar Religion/ Glaube noch nicht voneinander getrennt waren. Lange Zeit bestimmte ja z.B. noch die Kirche dogmatisch was astronomisch richtig sei. Vertrat man eine andere Meinung landete man durch die Inquisition schnell auf dem Scheiterhaufen. Heute hat sich das fast umgedreht, sodass die Wissenschaft bestimmt was richtig ist, vorschnell werden Gefühlswahrnehmungen als blose Einbildung abgewertet. Naturwissenschaftliche Forschung wendet bevorzugt eine Zerlegung in Einzelteile an was in ziemlichem Gegensatz zur Astrologie steht, die eine zusammenschauenden bildhafte Vorgehensweise anwendet. Naturwissenschaftliche Experimente basieren daher oft auf der Entfernung eines Teils aus einer Ganzheit, z.B. Entfernung eines chemischen Elementes aus einem Organismus um zu sehen was das für Auswirkungen auf diesen hat. Nun ist im Fall der Astrologie eine solche Vorgehensweise nicht möglich. Man kann z.B. nicht den Mars aus einem Horoskop entfernen um dann zu sehen, was mit einem Menschen oder seinem Charakter passiert.
      Wintersonnenwende/ Wintersolistitium: Gibt das Datum des tiefsten Sonnenstandes an. Ab diesem Zeitpunkt beginnt die Sonne wieder zu steigen. In der Vorzeit war dieser Moment das Zeichen, dass das Leben wieder beginnt, nicht in ewiger Dunkelheit endet. Daher wurde der Moment rituell und religiös gefeiert. Bis heute handelt es sich weltweit um das wichtigste Fest (Weihnachten) innerhalb des Jahreskreises. Dieser Zeitpunkt wurde vom Christentum symbolisch mit der Geburt von Christus gleichgesetzt, was aber religionspolitisch motiviert ist und nicht den historischen Tatsachen entspricht. Das Thrakische Jahreshoroskop wird auf das exakte Wintersolistitium berechnet.


|Planeten-UhrenAnalysen
© Otto Kayser            

(Otto Kayser, OttoKayser, Otto Kaiser, Kayser Otto,
KayserOtto, kosmogen, cosmogen, cosmogene, cosmogène)

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Der Mechanismus von Antikythera wurde 1901 von Schwammtauchern aus einem Schiffswrack vor der griechischen Insel Antikythera geborgen. Das Schiff ist wahrscheinlich um ca. 65 v. Chr. gesunken, es stammt also aus der hellenistischen Zeitepoche. Erst 70 Jahre nach seiner Bergung wurde der stark beschädigte etwa Schuhkarton grosse Gegenstand genauer untersucht. Es handelt sich um eine Apparatur zur Kalenderberechnung bzw. für Berechnungen von Sonne, Mond und 5 Planeten. Es ist ein einmaliger Fund, da solche Apparaturen aus der Antike bisher wohl beschrieben aber nicht entdeckt wurden.

Die mit der Mechanik möglichen Berechnungen basieren auf dem von Aristoteles (384-322 v. Chr.) vertretenen geozentrischem Weltbild, obwohl Aristarch (3. Jhd. v. Chr.) bereits das heliozentrische Weltbild vertrat. Trotzdem weisen sie auf eine hervorragende Kenntnis der Bewegungen in unserem Planetensystem hin, die erst viel später wieder erreicht wurden. Man nimmt an, dass die theoretischen und mechanischen Grundlagen auf Archimedes von Syrakus (geboren ca. 287 v. Chr) zurückgehen.

Das Beispiel des Mechanismus von Antikythera zeigt einerseits, dass sehr genaue Berechnungen auch auf Grund falscher Annahmen (geozentrisches Weltbild) möglich sind. Andererseits wird deutlich, wie schnell richtige (Er-)Kenntnisse Jahrtausende lang vergessen -, oder deren Weiterentwicklungen durch Dogmatik verhindert werden. Obwohl fast 1000 Jahre später auch der indische Astronom und Mathematiker Aryabhata (476–550) wieder ein heliozentrisches Weltbild vorgeschlagen hatte, setzte sich dieses erst im 16. Jhd. mit Kopernikus nach stärksten kirchlichen Anfeidungen durch.
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Diese beeindruckenden Fotos (oben links und rechts) veröffentlichte Dietmar Bernardi 2013 zu seinen jahrelangen archäoastronomischen Forschungen aus Südtirol im Gebiet des Ritten/ Schlern zum Sonnenkalender von Wolfsgruben und Lichtenstern. Diese markante Felsformtion diente in der Frühgeschichte der Sonnenbe-obachtung bzw. zur Kalenderberechnung.

Nach Bernardi ist die mit der Schlernspalte verbundene Menhiranlage bis jetzt wegen ihrer Genauigkeit einmalig im alpinen Raum. Sie hat wegen ihrer Lage und Größe astronomie-geschichtliche und damit auch kulturgeschichtliche Bedeutung. Erst fast 2 Jahrtausende später entwickelten die Menschen das entsprechende Wissen um die Bewegungen am Himmel rechnerisch zu erfassen und mechanisch z.B. durch Astrolabien, Uhren oder heute durch Computer wiederzugeben bzw. damit besser "voraussehen" zu können.

Anders als bei der thrakischen Geburtshöhle von Nenkovo, bei der der entscheidende Moment die Wintersonnenwende ist, markiert die Schlernspalte die beiden Tages- und Nachtgleichen - also die Achse Frühlings- und Winterbeginn (21.März und 23. September).

Weltweit war ja kulturell - und ist sogar bis heute - ein unterschiedlicher Jahresanfang in Gebrauch, der wahrscheinlich auf besonders markante Messpunkte am Horizont zurückgeht. So feiert z.B. in Bulgarien die spirituelle Gemeinschaft der "Weissen Bruderschaft" ihren Jahresbeginn mit einem feierlichen rituellen Tanz bei den 7 Seen im Pirin-Gebirge wenn die Sonne über einem bestimmten Bergipfel hinter ihrem Sommerlager erscheint. Das ist gleichzeitig bei Eintritt der Sonne in das Sternbild des Löwen. Das Tierkreiszeichen "Löwe" wird ja in der Astrologie traditionell der Sonne zugeordnet, wobei aber Tierkreiszeichen und Sternbilder nur in den zwei vorchristlichen Jahrtausenden etwa deckungsgleich übereinander lagen.

Das aussergewöhnliche an der Situation der Geburtshöhle von Nenkovo ist, dass uns aus dieser schriftlosen thrakischen Kultur durch altgriechische Dokumente auch die religiöse Interpretaion und praktische Anwendung durch den Orpheuskult überliefert wurde. Dabei ist zu vermuten, dass schon die Thraker die astronomische Verwendung der Höhle von früheren vor ihnen hier lebenden Kulturen übernommen haben - was auf Jahrtausende zurückgehen kann.

Astronomischer Mechanismus
(1.Jhd.vor Chr.) gefunden vor Antikythera/
Griechenland (Rekonstruktion)
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Sonnenaufgangsorte am Ritten/ Schlern
A:
zur Sommersonnenwende,
B:
Tag- u. Nachtgleichen im Frühjahr u. Herbst / rechts vergrössert
C:
zur Wintersonnenwende.

Horizonte und Felsformationen welche sich zu solchen Messungen eignen finden sich weltweit und oft erinnern nur mehr die Namen der Berge vage an ihre ursprüngliche Bedeutung als Messpunkt. In Bulgarien mit seinen vielfältigen und markanten Landschaften ist wahrscheinlich übersät mit solchen in prähistorischer Zeit benutzten Beobachtungsstätten - heute vergessen und von dichten Wäldern überwuchert (siehe Bild links Belogradschik). Ähnliche Formationen finden sich z.B. auch in Deutschland bei den Externsteinen oder in der sächsischen Schweiz.

Markante Gebirgsketten machten die Himmelsbeoachtung und Markierungen zu Anfang am einfachsten. Aber auch ein leichtes Hügelgelände eignete sich dazu, und schon sehr bald ging man dazu über auch auf relativ flachem Gelände Markierungen in Form kleiner Steinstelen in Kreisform zu setzen. Ein sehr schönes und ziemlich unbekanntes Beispiel dafür ist der Thrakische Mondkalender von SARMIZEGETUSA in Rumänien/ Siebenbürgen (Bild unten).

Die bisher monumentalsten Konstruktionen stellen Stonehenge in Südengland dar und der 9m hohe Menhire von X in der Normandie. An der weiten Verbreitung solcher Anlagen erkennt man, dass es in der Bronzezeit in Europa (und darüber hinaus) eine ziemlich einheitliche Kultur gegeben haben muss, die trotz einfachster Methoden ein fundiertes Wissen zur Himmelsbeobachtung besass - und das nicht nur religiös interpretierte, sondern auch praktisch angewendet hat. Zu dieser Zeit entstanden die Anfänge einer Astrologie, die man sehr wahrscheinlich nicht so nannte und die wahrscheinlich auch andere Regeln hatte. Aber da es keine schriftlichen Zeugnisse aus dieser Zeit gibt, bleiben uns nur Spekulationen darüber wie das Wissen angewandt wurde.
Bild rechts: Ritten und Schlern bei Bozen in Südtirol/ Norditalien. Die natürlichste Zeitmessung des Jahreslaufs und der damit verbundenen Jahreszeiten entstand durch Beobachtung der Sonnenbahn und ihrer Auf- und Untergänge am Horizont. Zur Erstellung sogenannter Horizont-kalender eigneten sich besonders markante Gebirgskulissen wie hier am Schlern.